Dienstag, 10. November 2009

Steife Brise - überall

Grotesk mag es dem ein oder anderen Leser vorkommen wenn ich gestehe, dass ich als Mitbegründer der Hopping-Bewegung, der in den letzten 2 Monaten Grounds in Frankreich und Australien abhakte, noch nie in Bremen war, aber es ist ein Fakt. Naja, ich war ja auch letzte Saison zum ersten mal in Bochum, aber WANN spielen die schon mal in Liga 1!??!?

Wie auch immer, Kreuze macht man im SupaDupa-Wahljahr 2009 bekanntlich Sonntags, und somit konnte mich auch die Terminierung nicht abschrecken. Zusammen mit Brunni, Hetti und Örne bildete ich eine geballte Ladung Sex-Appeal, die nur mit Mühe in meiner Rakete untergebracht werden konnte.

Trauriger Mittelpunkt dieser Autobesatzung war allerdings Brunni, der sich selbst auf Diät gesetzt hat - und dies ist kein Scherz. Auf Grund einer bereits geschehenen und einer noch anstehenden ärztlichen Untersuchung zwecks baldiger Verbeamtung, vegetiert und siecht er nun als Asket vor sich hin. Er raucht nicht, säuft nicht, isst nix Fettes… und da ein paar Karotten aus einem Brunni noch keinen Kai Pflaume machen, bumst er auch nicht. Was er dagegen vorzüglich kann ist verdauen, und beim Verdauen produziert er Gaswolken, die sonst nur über den Weidegründen riesiger Zuchtkuh-Herden wabern. Diese Gase sonderte er im Laufe der Fahrt diverse Male ab, was die Autobesatzung beinahe zum Erbrechen, aber ihn selbst zum höchsten Grad der Verzückung brachte. Naja, der arme Thor… er hat ja sonst nix zu lachen derzeit.

Etwas grün um die Nase erreichten wir Bremen – aber grün passte ja irgendwie, und so fielen wir auch gar nicht im Reigen zahlloser Bremenanhänger auf, die sich Richtung Weserstadion schoben. Vorm Stadion verputzten Brunni und ich noch jeweils ein Fischbrötchen (rohen Fisch durfte er ja zu sich nehmen, das Weißbrot drumrum war m.M. nach allerdings nicht koscher), und schon wurde die Tribüne betreten. Das Stadion wird ja grade zu einem „Schmuckkästchen“ (Zitat des debilen Europapokalkommentators vom Donnerstag) umgebaut, was uns kein Dach und 2 Kräne im Sichtbereich bescherte. Dennoch kann man erahnen, dass es ein schönes Stadion werden wird!

Zum Spiel brauch ich nicht viel sagen, jeder hat gesehen, dass die erste Halbzeit Murks und die zweite Halbzeit Gold, ja wenn nicht sogar Kerry-Gold war! Zur dritten Halbzeit kam es leider nicht, höhöhö…

Die Rückfahrt wurde mal wieder in Rekordzeit bewältigt, und nach einem kurzen Abschlussmenü beim goldenen M in Schwerte, bei dem Brunni sich tatsächlich einen einzelnen Chicken-Nugget gönnte, chauffierte ich die beiden Opfer heim und mich danach ins Bett.

Und wir, wir wissen’s ganz genau - Wiese is ne Frau!


Nachtrag zum Gruselfest:

Hier noch das Kunstwerk, das unsere Kürbisschnitzikone Meike zur Halloween-Party vor einer Woche erstellt hat! Hut ab vor so viel grandioser Handarbeit:

Freitag, 30. Oktober 2009

Leverkusen is auch so’n Wort auf das sich nix reimt

Und da ja bekanntlich nur alles was sich reimt gut ist, konnte das ja kein Sieg werden. Diesen miesen Vorzeichen zum Trotz machte sich ein unerschrockener Haufen KORD’ler auf den Weg in den rheinländischen Schandfleck. Da ich zuvor die Känguru-Grippe eingeschleppt hatte, wurde die Besetzung noch mal gut durcheinander geschüttelt, und auch die anwesenden 4 Spitzen-KORD’ler waren angeschlagen. Aber watt willste machen, wenn das Vaterland ruft, rückt der Soldat halt aus.

Ausgerückt wurde diesmal spießig mit dem Bus der Fanabteilung – super Sache! Pünktliche Abfahrt, top moderner Bus, 12 Euro p.P. und die obligatorischen Biere für 1 €uro an Bord. Einzig die musikalische Untermalung fehlte. Ein paar Klopfer und Straßensperren später erreichten wir den Gästeparkplatz, danach den Gästeeingang, nach einem kleinen Geschubse den Gästebierstand und dann den Gästeblock. Dort gesellte man sich zu den üblichen Scharlatanen und verlebte nach einem ausgelassenen Torjubel ein ruhiges Spiel, in dem es für den BVB immerhin zu einem Unentschieden beim Tabellenführer reichte. Kannste mit leben, bist ja Schlimmeres gewöhnt.

Die Rückfahrt bot dann immerhin auch ein paar Schlagerperlen und so wurde diese gut und feuchtfröhlich verlebt. Gegen 1 Uhr war ich im Bett und träumte davon wie mir wohl die Frisur von Stefan Kießling stehen würde…

Am nächsten Tag raffte ich mich auf und besuchte mit Örne und Meike den Kick unserer Zweitvertretung gegen die Zweite des Sterns des Südens, der bekanntlich niemals untergehen wird. Das Liedgut sollte recht behalten denn der BVB II ging gegen Scholl’s Mannen mit 2:0 unter und steckt nun an einer Stelle im Tabellenkeller wo man nicht mehr zum Lachen hingeht. Weiterhin war enttäuschend, dass keiner der anwesenden männlichen Fußballfans seinen Versprechungen Taten folgen ließ und Mehmet Scholl somit oral-unbefriedigt nach Hause musste.

Abends versackte ich noch auf einer Party im Schürener Bermuda-Sechs-Eck. Die Pokalschlappe gegen Osnabrück schaute ich mir nur im TV an, was die schier unglaublichen fußballerischen Fähigkeiten eines Uwe Moyelas nur noch schlimmer offenbarte. Oooh, der Junge hat einiges gutzumachen! Hoffen wir mal, dass es ihm bereits heute gelingt, im Spiel gegen 4-Punkt-Hertha. Hey, was geht ab!?

Dienstag, 20. Oktober 2009

Deutschland im Herbst


Don’t worry, verehrter Reader, hier soll es nicht um die Abenteuer von Andy, Ulli und Guddi gehen, nein, hier lässt mal wieder Käpt’n Hinni ein paar Punchlines auf die letzten 4 Wochen ab – 4 Wochen, die für mich extremst fußballarm waren. Und dennoch schön. Wie passt das zusammen? Folgendes geschah:

Die First-Ladies dreier KORD’ler planten bereits im Mai dieses Jubiläumsjahres einen netten Spätsommerurlaub im fernen Les Issambres, das im Laufe dieses Berichts aufgrund seiner Nähe zum Place2be der Reichen & Schönen schlichtweg nur noch Stroppez genannt wird. Bei Bekanntgabe des Spielplans im Juli traf uns Herren der Schöpfung dann der H-a-doppel-M-E-R: dass wir das ein oder andere Match unserer Borussia verpassen würden war uns klar und wurde der Damenwelt zuliebe abgenickt, aber dass es ausgerechnet das Derby werden sollte, das war schon heimtückisch von der DFL. Auswärts in Hannover und Gladbach, okay, das ging, aber sie nehmen uns den Hassgipfel, den dritten Weltkrieg, in dem es uns vorbehalten war zu sterben, als Märtyrer versteht sich! Jammern half nix, also wurde der Urlaub bezahlt und, wie sich im Nachhinein herausstellte, hätte wohl so mancher Borusse liebend gern seinen Südtribünenplatz mit einer unserer Liegen am Pool getauscht.

Als Alternativprogramm (denn 2 Wochen ohne geht ja nicht) wurde mir von den Mitreisenden zum Geburtstag ein „Ersatzspiel“ meiner Wahl in Frankreich geschenkt. Ich musste mich drum kümmern, aber im Kümmern bin ich ja ein ganz Großer. Der Rocco Siffredi der Planung. Quasi. Die Wahl fiel auf das Ligue1-Match AS Monaco gegen den fronzackischen Rekordmeister St. Etienne. Monaco wollten wir uns eh anschauen (liegt nur 100 km von Stroppez wech) und so fuhren wir nach dem Frühstück über sündhaft teure Mautstraßen ins Fürstentum. Monaco als „schön“ zu bezeichnen wäre übertrieben, aber gesehen sollte man diesen Prunk und Protz dennoch mal. Jemanden wie mich, der vom Elternhaus nix anderes als unermesslicher Reichtum gewöhnt ist, langweilt diese „Scheinwelt“ allerdings nur… gell, Hetti?! So wurde ein wenig gesightseed, gefuttert und dann ging es für uns Jungens auch schon Richtung Stadion. Die reservierten Tickets zum Schnapperpreis von 40 Ökken abgeholt und da vorm Stadion nix los war, ab in‘ Tempel. Blöde Idee. Tempel war leer, Bier war alkoholfrei und Sitze unbequem. Also gegammelt und Käse gequatscht bis es los ging. St. Etienne erzielte recht flott das 1:0 was dem imposanten Gästeanhang Rückenwind gab. Die Ultras von Monaco (Monaco Bulls oder so…) waren kaum präsent und auch zahlenmäßig in der deutlichen Minderheit. Irgendwann glich Monaco aus, und als sich schon fast alle mit einem Unentschieden abgefunden hatten, da machten die Grün-Weißen in der Schlusssekunde den Siegtreffer. Hui, das sorget für ein nettes Schnäddereteng im Gästeblock, und auch auf den umliegenden Plätzen waren viele Sympathisanten auszumachen. Schön! Kurz noch die Feierlichkeiten abgewartet und dann ging es auch schon flott auf den Heimweg Richtung Stroppez. Fazit: hätte der BVB nicht parallel gegen das blau-weiße Krebsgeschwür verkimmelt, wäre die Laune besser gewesen. So blieb ein schöner Tag mit bitterem Nachgeschmack in Erinnerung.

Wieder zurück in Germania entpackte ich den Koffer um ihn 4 Tage später wieder zu bepacken, denn mein Job beorderte mich ins ferne Melbourne. Melbourne Australien, nicht Melbourne Oberpfalz. Ein Fußballspiel verpasste ich zwar dadurch nicht, aber leider den jährlichen KORD-Herren-Törn nach Holland, von dem hier zu späterer Stunde noch berichtet werden soll. In Down-Under machte ich aber immerhin einen Länderpunkt und besuchte den Jahrhundert-Kick Australien gegen Oman (Qualifikation zum Asia-Cup) im Etihad Stadium. Lahmer Kick, gutes Bier.
Nach meiner Landung im kalten Düsseldorf letzten Samstagabend pries ich nochmal die zuvor verteufelte DFL denn der BVB spielte erst am Sonntag im „B-1-Derby“ gegen Bochum. Hier trank ich mir den Jetlag aus dem Körper und feierte einen schönen 2:0-Erfolg.

Nächsten Freitag geht’s dann ab nach Leverkusen – und diesmal bin ich dabei! Kein Urlaub und keine Dienstreise dieser Welt wird dies verhindern!


Bis dahin… NUR DER BVB!

Dienstag, 25. August 2009

Hopfenpflanzer besucht Schanzer

Jaaa, liebe Freunde der zotigen Überschriften, hier seid Ihr richtig! Aber ob die restlichen Zeilen dieses Blogeintrags ebenso platt werden kann ich noch nicht versprechen. Schließlich gehöre ich zur Sektion INV („im Niveau flexibel“). Ab geht’s:

Die genauen Umstände, wie es dazu kam, dass mein Name auf der Busliste für Ingolstadt gelandet, ist lassen sich nicht vollständig aufklären (einfach mal die nächsten Tage Gallileo Mystery einschalten oder Hetti fragen), aber ich fand mich mit der Situation ab, opferte ein paar Überstunden und erschien pünktlich um 9:30 Uhr morgens am Dortmunder ZOB. Die Fahrt verlief angenehm unspektakulär: ein kleiner Zusammenschnitt schöner Kurvenauftritte der Ultras von die Amateure lief im Bus-TV, ich trank Pils für 1 Euro und kostenlosen Waldmeisterschnaps. Kurz vor Ingolstadt schlug mir Fabi noch vor eine gemeinsame Firma zu gründen um damit reich zu werden. Was genau unsere Firma können / tun sollte, das lies er offen, aber ich denke, nächste Woche in Frankfurt wird er darauf eine Antwort haben. Ich bin gespannt…

Bei absolutem Sahnewetter erreichten wir den Sportplatz. Irre, wie entspannt so ein Freitagabendsspiel in der dritten Liga ist. Nirgendwo Schlangen, nette Ordner und am Getränkestand kann man nette Gespräche mit den lokalen Biergrazien führen wie in der Dorfkneipe daheim. Sowieso muss ich die Bierfee Anna und ihre Bierfee-Schwester Lisa (keine Zwillinge… leider) kurz positiv erwähnen! Lecker Mädels, die lecker Bier zu lecker Preisen ausschenken und eine dauerhafte Fanfreundschaft zwischen dem BVB (also mit mir, dem optischem Aushängeschild der Fanszene) und den Schanzern geradezu erzwingen wollten… Aber da ich ja seit nunmehr 11 Stunden wegen Fußball unterwegs war, vernachlässigte ich die Damenwelt und fokussierte die strammen Kerle in kurzen Hosen.

Dies sollte sich als die bessere Wahl herausstellen denn der BVB II gewann mit 1:0 und vor lauter Freude über die 3 Auswärtspunkte erklomm ich nach Abpfiff den Zaun um mit der Mannschaft abzuklatschen. Auch ein Novum meiner Fankarriere! Leider schlugen meine sämtlichen Anfragen bei unseren Amateuren, mir doch bitte ihr schickes Trikot zu überlassen, auf taube Ohren. Anna und Lisa wären diesbezüglich wohl kooperativer gewesen…

Die Rückfahrt verschlief ich zum Glück fast komplett. Wenn ich mal wach war konnte ich aus dem hinteren Teil des Busses nette Gesänge längst vergangener Tage hören. Gegen halb 5 lag ich endlich in meinem Bett und nach 5 Stunden FC Pennematz-Support ging es schon wieder weiter mit meinem Ballsport-Programm. Der BVB sollte heute den VFB aus Stuttgart zu Gast haben. Zuvor musste jedoch erst der Geburtstag des KORD-Jugend-Hooligans Jan gefeiert werden – mit Mettbrötchen und Klopfern. Der Spielbesuch verlief dann unspektakulär und nach dem enttäuschenden 1:1 fuhr ich direkt nach Hause da ich später noch auf eine Revival-Party meiner ehemaligen Oberstufe eingeladen war, welche sich Dank einer Thor Peter-Steiner-Kassette zum absoluten Epizentrum der Dortmunder Tanzszene entwickelte.

Fazit: ich tanze gerne Polka und esse gerne Sauerkraut. Wie meine Frau, die Edeltraud.

Mittwoch, 19. August 2009

Die Stadt, auf die ich nich’ kann

Klarstellung vornewech: wie die Überschrift vielleicht suggerieren könnte, habe ich nichts gegen Hamburg! Nee, echt nicht, da is schön Wasser, viele nette Menschen aus meinem Freundeskreis leben dort und Fischbrötche sind auch genau mein Dingen! Mit der Überschrift meine ich lediglich: ich (also der BVB, denn als Besser-Fan ist es legitim sich mit dem Verein gleichzusetzten) kann da nich’ gewinnen! Mal abgesehen von einem Auswärtsspiel vor 5 Jahren, als ich den HSV zusammen mit Thorsten Frings 2:0 schlug, habe ich nur Niederlagen dort erlebt. Bei den grandiosen 3:2 und 4:2-Siegen verweilte ich im Skiurlaub… aber da Skiurlaub im August wenig Sinn macht, suchten Brunni und ich erneut den Hamburger Volkspark auf um die verflixte Serie reißen zu lassen – mit überschaubarem Erfolg.
Die Anreise tätigten wir bereits Freitag da Pete sich bereiterklärt hatte, uns wieder mal zu beherbergen. Nach einer mittelmäßigen Anfahrt (schlecht weil viel Stau – gut weil Brunni sich 2 Liter Pils einverleibte um mich zu entertainen) erreichten wir HH und verfraßen und versoffen das Verpflegungsgeld, das Papa-Brunnert seinem Zweitgeborenen mit auf die Reise gegeben hatte. Am nächsten Morgen frühstückten wir ausgiebig wobei neben der hauchdünnen Salami mal wieder Brunni im Bademantel das absolute Highlight war. Wann kriegt der Typ endlich ne eigene TV-Show?! Anschließend begaben wir uns behäbig zum Stadion wo wir noch ein Happy-Hour-Bier absahnen und bekannte Gesichter inkl. Körper begrüßen konnten. Die Plätze, die Pete für uns im Block 12 auserkoren hatte, erwiesen sich aus dreierlei Gründen als absoluter Glücksgriff:
  • wir zahlten für einen astreinen Unterrangplatz 17 Euro weniger als letztes Jahr für Einen im Oberrang
  • wir hatten beste Sicht auf Weidenfeller’s Gehäuse, wo ja auch die gesamte erste Halbzeit mächtig Musik war
  • wir erlebten die skurrilste Situation meiner Fankarriere hautnah mit: nach kleinen Tumulten im angrenzenden Block wurde, von Ordnern flankiert, der Schuldige direkt an uns vorbei abgeführt: ein Liliputaner; die Hände hinter’m Kopf verschränkt und grinsend. Abgerundet hätte dieses Bild nur noch ein Ordner, der den Zwerg mit einer Mistgabel in einen kleinen Käfig treibt. Göttlich!

Nach dem Spiel ging es mit Örne via Taxi zur Reeperbahn wo erst gegessen und dann vor’m London-Pub getrunken wurde. Dabei konnte man einem lebensmüden Junggesellen-abschieds-Grüppchen, Freaks, Nutten und Olivia Jones als Fremdenführerin zusehen. Nachdem die Busfraktion und die letzte Autobesatzung unserer Sitzgruppe den Heimweg angetreten hatten, nahmen Brunni und ich noch in Eimsbüttel bei gedämpften Gitarrenklängen in der ehemaligen Augekneipe einen Absacker und erreichten gegen 2 Uhr unsere Schlafstätten.

Am nächsten Tag sang ich noch kurz die gesamte Truppe beim ABBA-Sing-Star-Battle gekonnt unter den Tisch und nach einem kleinen Abstecher zu den Cyclassics ging es wieder nach Dortmund, denn DAS ist ne Stadt auf die ich kann. Und immer können werde!

Donnerstag, 30. Juli 2009

Und es war Sommer . . . (Peter M.)

Nachdem die unterklassigen Revolver-Blogs aus Essen und aus’m Süden (aus dem treuen) schon wieder fleißig in die Tasten gehauen haben, zieht der Kaka der Weltblog-Szene auch endlich nach. Selbstverständlich fand das Comeback des aktiven Schreibens sinnentleerter Zeilen in enger Kooperation mit Michael Schumacher statt, so dass sich die Öffentlichkeit heut gleich an 2 Wiederauferstehungen ergötzen kann. So geht PR!

Aber uns geht es heute nicht um Sensationen, sondern eher um Revuepassiererei. Denn, so lahm ich mir die vergangenen 4 Wochen vorher vorgestellt hatte, so unerwartet ereignisreich verliefen sie.

Zunächst nahmen sich meiner die Ficker, die auch kegeln, an. Martin und ich wurden also an einem Samstag den 11ten mit einer Kegelrunde ins ferne Essen Hoolsterhausen gelockt, und wir folgten diesem Lockruf wie der Seemann der Hafendirne. Vor Ort empfingen uns zwar nette Bichse, hässliche Benjos und auch ein Metro, aber – ich kann es vorweg nehmen – keine Kegelpuppe. Stattdessen wurde gewürfelt, gefachsimpelt, kühles Thorsteiner getrunken und … mein Erinnerungsvermögen verlässt mich als die ganze Kneipe abgedunkelt wurde, Wunderkerzen brannten und gemeinsam „Heal the world“ intoniert wurde. Michael Jackson wäre stolz auf uns gewesen, DJ Biergerdi war es.

Eine Woche später war KORD-Party Nullneun. War gut. Mehr kann ich Euch echt nicht berichten, denn solange keine Stripperinnen antanzen, keine Polizei anrückt (Zweiteres soll auch schon mal für Ersteres gehalten worden sein…) und es auch sonst nicht zu größeren Eskapaden kommt, ist eine Party entweder gut oder lahm. Und unsere war gut.


Wiederum 7 Tage später fand ein Jubiläumsturnier im Westfalenstadion statt weil mein Lieblingsverein 100 Jahre alt wird; also ungefähr so alt wie ich zumeist Sonntags aussehe. Nun ja, da ich nix Besseres vorhatte, und es einigen anderen Gestalten ähnlich ging, wurde dieses Event besucht und für öde befunden. Lustig war es im Endeffekt nur weil ich mich in angenehmer Gesellschaft befand. Anschließend ging es auf den Friedensplatz wo ein „Fanfest“ stattfand. Fazit: ich bin kein Fan, denn mit 99% des anwesenden Volkes habe ich nix gemein. Also unterhielt ich mich am Bierstand mit dem verbleibenden 1%. Das war nett!

Ach ja, vorgestern wohnten Meike, Christian (nur eine Halbzeit da er noch zum Friseur musste!) und ich noch bei feinem Wetter einem mäßigen 0:0 der Amas gegen Braunschweig bei. Nun ist erstmal wieder 10 Tage Essig mit echtem Gekicke da ich nicht nach Weiden reisen werde. Man is ja keine 20 mehr… Nach der Geißbockopferung gibt's dann wieder Erleuchtendes meinerseits.

Bis dahin: heal the world

Donnerstag, 9. Juli 2009

Love & Hate from Manchester

Liebe Leserschaft, nicht nur uns schlägt das verdammte Sommerloch auf's Gemüt. Auch my likely Lad ManCity-Noel langweilt sich. Aber im Gegensatz zum handelsüblichen KORD'ler, der die Zeit für Wanderurlaube, arte-Themenabende oder Alkoholexzesse nutzt, philosophiert Noel und gewährt uns einen erleuchtenden Einblick in seine hellblaue Seele. Dies will ich Euch nicht vorenthalten! Enjoy! And remember: I fuckin' hate Sommerloch!